Abendliche Routine vs. Einschlafritual

Gibt es da überhaupt einen Unterschied?

Ja, sogar einen Grundsätzlichen. Die abendliche Routine bezieht sich auf das, was vor dem Schlafengehen alles gemacht wird. Dazu gehören Abendessen, Zähne putzen, aus- und umziehen und alles, was noch zur Pflege gehört. Die Abendroutine signalisiert dem Kind, dass es bald schlafen gehen wird. In dieser Phase sollte Ihr Kind auf keinen Fall zu müde sein. Essen und Pflege sind Angelegenheiten, die Ihrem Kind viel Kooperationswillen abverlangt. Es ist wichtig, dass alles in einer harmonischen Atmosphäre ablaufen kann.

 

Wenn Ihr Kind zu müde oder gar übermüdet ist, kann es nicht mehr kooperieren und es weigert sich, mitzumachen. Eltern versuchen dann oft, einen Punkt aus der Routine zu streichen oder alles ganz schnell zu machen. Dadurch wird das Schlafengehen schon bevor Ihr Kind im Bett liegt zu einem Stressmoment und zu einem negativen Ereignis des Tages.

Vielleicht schauen Sie auch auf Ihr Handy, beantworten Emails oder hängen noch schnell die Wäsche auf. Besser ist es, wenn Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zu 100% bei Ihrem Kind bleiben und diesen Teil des Tages liebevoll gestalten.


Jetzt beginnt das Einschlafritual
Sie und Ihr Kind sollten Freude daran haben, Zeit zusammen verbringen zu können. Wenn Ihr Kind „bett-fertig“ ist, sollte es nicht mehr durch die Gegend rennen, Fußball spielen oder toben. Sie sollten auch Streit oder Diskussionen mit dem Partner oder anderen Personen auf später verschieben. Fernseher, Tablet oder Handy sind in dieser Zeit tabu. Sagen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den anderen Mitgliedern der Familie gute Nacht. Schalten Sie gemeinsam das Licht aus. Sorgen Sie für eine gemütliche, entspannte Atmosphäre und denken Sie nicht daran, dass Sie selbst jetzt lieber auf dem Sofa sitzen würden. Solche Gedanken kann Ihr Kind spüren, denn dann strahlen Sie Unruhe aus. Kuscheln Sie, singen Sie ein Lied oder lesen Sie ein Buch vor.


Vom Beginn des Abendessens, bis zum Schlafengehen, sollten Sie mindestens 1,5 Stunden einplanen. Wiederkehrende Abläufe geben Ihrem Kind Sicherheit und Halt. Dadurch kämpft es nicht gegen das Zubettgehen an, sondern macht freundig mit.


Als Fazit kann ich Ihnen raten, auch wenn Sie Ihren Tag und Alltag gerne spontan gestalten, so schlafen Sie und Ihr Kind mit einer strukturierten abendlichen Routine und einem Einschlafritual besser.

 

Ihr Schlaf-Coach Britta Dallner

 

Mehr zum Schlafcoaching, besonders auch zum "Stillen zum Einschlafen", findet Ihr »hier

 

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